Gastbeitrag – Freundschaft – Linnea Moro

Statue in Heiligenhafen

Heute schreibt Linnea Moro bei mir einen Gastbeitrag zum Thema: „Freundschaft“.

Parallel dazu, ist mein Beitrag zum selben Thema heute auf Ihrem Blog www.linnea-moro.de erschienen.

 

Ich wünsche euch viel Vergnügen beim Lesen!

 

 

Freundschaft

Sie ist wichtig im Leben.

Wir haben gerne Freunde, denn sie bestätigen uns, dass unser Charakter im großen und ganzen gemeinschaftstauglich ist, dass wir mit uns zu Frieden sein können, dass wir in der Gesellschaft in der wir leben überleben werden.

Freunde stärken unser Selbstwertgefühl, unser Selbstbewusstsein. Sie machen uns psychisch stärker, denn sie geben uns Rückhalt bei Kritik. Wir vertrauen ihnen, vertrauen darauf, dass sie die richtigen Worte finden werden, wenn wir Charakterzüge zeigen oder entwickeln, die uns in der Gesellschaft einen schweren Stand geben würden.

Freunde machen uns gesellschaftstauglich ohne uns unserer Individualität zu berauben.

Doch was genau ist Freundschaft eigentlich?

Freundschaft ist ein auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander ohne, dass es eine erotische Komponente dabei gäbe. Wir schlafen in einer Freundschaft nicht miteinander.

Passiert dies doch bewegen wir uns im Feld der Liebesbeziehungen, die zwar durchaus die Freundschaft als Komponente haben können, jedoch sich aus mehreren Bereichen zusammensetzten von denen Freundschaft nur einer ist.

„Moment!“ Wird nun der ein oder andere rufen, „und was ist mit der Freundschaft+?“ Das ist in meinen Augen eine Affäre, sie ist zu den Liebesbeziehungen zu rechnen, nicht zur Freundschaft.

Gibt es verschiedene Arten von Freundschaft?

Ich würde sagen: ja. Wir haben enge Freunde und weniger enge. Es gibt Freunde, die wir themenspezifisch aufsuchen, andere sollen am besten alles wissen, was wir machen, denken, sagen, erleben.

Wann ist aber ein Mensch ein Bekannter, wann ein Freund?

Ich denken, dass hier das Vertrauen eine wichtige Rolle spielt. Wie zuvor der erotische Bereich Freundschaft von Liebe abgetrennt hat trennt nun Vertrauen Freundschaft von Bekanntschaft ab. Einem Bekannten vertraue ich nicht grundsätzlich, einem Freund schon.

Der ein oder andere wird nun noch anführen, der Bekannte weiß auch nicht so viel wie der Freund, ich denken, dass dies aber durchaus unterschiedlich ist. Nur weil ich die Lebensgeschichte einer Person kenne und dank guter Empathie seine Emotionen nachempfinden kann bin ich noch lange kein Freund. Das bin ich erst, wenn gegenseitiges Vertrauen vorhanden ist.

Und wie viele Freunde sollte man so haben?

Viele sagen 3 – 5. Alles darüber seien dann Bekannte, alles darunter sei ungesund, weil man Selbstzweifel bekommen oder sich einsam fühlen könnte.

Ich sehe das ein bisschen anders: ich denke, man sollte so viele Freunde haben wie man braucht um glücklich zu sein, sich geborgen und gut behütet zu fühlen. Denn nur dann kann man sich ins Abenteuer stürzen und die Welt verändern, wenigstens die eigenen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.