Gedicht: Der Weg

Der Weg in den Hinterhof

Der Weg

Ich lief diese Straße entlang, ohne zu wissen wo sie hinführt.
Ohne zu wissen, wo ich hin wollte.
In der Hoffnung es auf den Weg schon zu wissen.
Ich kann hier doch schließlich nicht ewig einfach so herumlaufen oder?


Da dringt diese Musik in meine Ohren.
Fröhlich, bewegend, mitreißend.
Plötzlich höre ich mich im Takt mit pfeifen.
Moment mal, was mache ich denn da.
Mein Gang ist beschwingt und locker.
Langsam, dann immer schneller bewege ich mich nahezu automatisch zur Musik hin.
Dabei muss ich doch auf dem Weg bleiben.
Immer schön geradeaus.
In meinem Kopf entbrennt ein heftiger Streit: Oh, das ist aber schön.
Tolle Musik.
Gefällt mir richtig gut.
Stopp!
Geh gefälligst zurück auf deinen Weg.
Du Idiot, lässt dich hier abbringen von deinem Weg.
Was soll aus dir bloß werden?
Gefühlsduselei.
Es ist doch so schön und fühlt sich gut an.
Ich könnte doch einfach nur mal kurz hingehen.
Hah. Mal eben kurz? Wo soll das mit dir nur hinführen?
Zurück zu mir.
In mein Leben, eben.
So wie ich es will, statt des anderen Drill.
Frei.
Einfach ich.
Endlich.

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