Geh deinen Weg! – Gedicht:
Das Glas

Das volle Glas Wasser auf dem Balkontisch

Das Glas

Ich sehe es aus den Augenwinkeln noch fallen.
Aufhalten kann ich es nicht mehr.
Peng!

 


Mit einem lautem Knall schlägt es auf dem Boden auf und zerspringt in seine Einzelteile.
Der Aufprall hallt nach, in mir.
Was macht er mit mir?
Stopp!, ruft er.
All die Scherben liegen jetzt auf dem Boden verstreut.
Scherben bringen Glück, denke ich.
Während ich alles aufsammle, für Ordnung sorge und sauber mache.
Fast so als wäre nichts passiert.
Das ist es aber.
Ich bin passiert.
Leben.
Alles ist jetzt klar, weil es das schon immer wahr.
In dir, in mir, in allen.
Das Glas, der Knall,
es kommt ein riesengroßer Schwall,
mit einem Mal.
Ich komme nicht mehr Drumherum,
Doktor nicht mehr halbherzig rum.
Darum bin ich jetzt endlich ich,
statt ständig ein billiges Plagiat,
das ich nicht mehr mag.
Denn ich bin mehr als ich zu sein vermag.

 

2 Kommentare

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