Der Fall 2017: Wie alles seinen Anfang nahm

Der Fall 2017 Wie alles seinen Anfang nahmWenn der Tag seinen Anfang nimmt

 

Ich bin verwundet, fühle mich verletzt, tapse umher und mag mich nicht mehr.
Es scheint, als würde in fetter großer Leuchtreklame auf meiner Stirn stehen:

Ich habe Liebeskummer und bin verwundet.

Die Leute schauen komisch, das mag ich nicht.
Will nicht anders behandelt werden, versuche mich tapfer durch die Tage zu bringen, zusammenzureißen nicht gleich bei irgendeiner Kleinigkeit los zu heulen.
Eine gewisse Zeit klappt das, zumindest unter Leuten.
In meiner Wohnung holt es mich dann ein, total gemein.
Da fließen meine Tränen, mehr muss ich wohl nicht erwähnen.
Wie so oft, wollte ich das alleine schaffen, klassische Einzelkämpferin halt.
Doch dadurch fühlte ich mich auch einsam.
Meine Strategie ist im ersten Schritt, bei solchen Situationen, Bücher lesen.
Solche, die vom Thema erzählen, wo auch Menschen zu Wort kommen, die das schon mal erlebt haben, ob in Romanform oder Ratgeber, egal.

Ich taste mich ran, Stück für Stück.

 

Vor ein paar Jahren gab es einen Artikel, an den ich mich erinnerte, eine Agentur die sich um Menschen mit Liebeskummer kümmert.
Zumindest war es das, woran ich mich dunkel erinnert hab.
Nach kurzer Recherche bin ich auf sie gestoßen: „Die Liebeskuemmerer„, eine Agentur aus Berlin, die sich auf Menschen, wie mich spezialisiert hat.
Das Angebot geht weit über ein Buch hinaus, dennoch entschied ich mich für das Buch.
Goodbye Herzschmerz“ von der Gründerin der Agentur selbst geschrieben, Elena Katharina Sohn. (Bei Bestellungen direkt über die Agentur Seite, könnt ihr es euch signieren lassen)
Es ist ein Geschenk.
Mir hat es geholfen, mich nicht nur weniger allein zu fühlen, sondern auch endlich zu begreifen, wie es dazu kommen konnte, mir selbst auf die Schliche zu kommen.
Vor allem aber, ist der Druck gewichen. In Zeitraum X muss es vorüber sein, erledigt, abgehakt, wie ein weiterer Punkt auf einer To Do Liste.

So funktioniert das nicht, weil wir keine Maschinen sind.

Alles hat seine Zeit und das gilt auch für den Liebeskummer.
Endlich konnte ich aufhören, mich selbst zu bekriegen und mich gegen die Traurigkeit sowie die Schmerzen zu wehren, wacker Widerstand zu leisten.
Oh Mann, das ist auf die Dauer ganz schön anstrengend.

Ich habe Mut gefasst, wollte wieder raus unter Menschen.
Passenderweise gab es im Café Lotti (da wollte ich eh schon mal hin) ein paar Wochen später, einen Vortrag zum Thema „Powerfrauen“, genau das richtige.
Von denen kann ich bestimmt was lernen.

 

Ein Gedanke, der mich in dieser Zeit einfach nicht losließ war:

Wie machen das eigentlich die andern?

Ich die Frau, mit dem Ziel vor Augen, stand plötzlich ohne da.
Meinen Weg, das Ziel völlig aus den Augen verloren.
Gab es da draußen Menschen, von denen ich Tipps bekommen könnte?
Lernen kann, meinen Weg wieder zu finden und auch den Mut ihn dann auch zu gehen?
Wenn ja, wer ist das?
Eine Zeitlang trieb mich das um.
Aus diesem Gedanken entstand nach und nach die Interview Reihe: Geh deinen Weg .
Hierzu hab ich mir Menschen ausgesucht, die mich wegen dem was sie tun oder auch dadurch wie sie es tun, beeindrucken, mir ein Vorbild sind.
Noch heute, denke ich voller Dankbarkeit, an die Interviews, die Antworten und das was ich daraus für mich mitnehmen durfte mit einem Lächeln zurück.

Dann kam der Vortrag, ein bisschen aufgeregt war ich dann schon.
Irgendwie dachte ich, im Raum mit lauter Powerfrauen und ich mittendrin.

Was mach ich denn da?

Zu hören, hinschauen, lernen, mich rauswagen, trotz allem, wegen allem.
Achso, stimmt, richtig.
Im Laufe der Zeit bin ich an den Punkt gekommen, dass ich nur noch gewinnen kann und wenn es eine Erfahrung ist.
An diesem Abend sind mir viele wundervolle Powerfrauen begegnet, das größte Geschenk jedoch waren die Rednerinnen des Abends.
Sie alle eint eins, sie standen vorne vor uns allen, erzählten uns wie sie dort wo sie jetzt sind, hingekommen sind.

Ohne etwas schön zu reden, teilten sie mit uns eben auch die Brüche in Ihrem Leben.

Das war der Moment in dem ich anfing zu begreifen, diese Frauen sind der lebende Beweis dafür, dass es gut gehen kann und sie haben den Mut, es mit uns zu teilen.
Ich bin es damals wie heute immer noch zutiefst berührt und beeindruckt.
In diesem Jahr, sind es auch viele kleine Puzzleteile, die nach und nach ineinandergreifen.

Sabrina Lorenz - Café Lotti

Der Ort an dem ich wieder Kraft, Mut und so viel Inspiration gefunden habe, als ich es so dringend brauchte.

Konkret heißt das: Sabrina, die Gründerin des Café Lotti erzählte Ihre Geschichte, erwähnte dabei, wie wichtig ein Styling Coaching für sie auf ihrem Weg gewesen ist.
Svenja, vom Blog meine-svenja, beeindruckte durch ihre offene Art und den Eindruck „Wenn ich das kann, kannst du das auch“

 

Veronika Räß - A Bit of Color

Die liebe Veronika, die mich beim Vortrag im Café Lotti so sehr mit ihrer positiven Art und Ihrem Leitspruch: Das Leben, das ist das mit den Farben und nicht mit dem Grau“ fasziniert und begeistert hat. © Veronika Räß

Veronika (a bit of color), arbeitet selbstständig als Coach, das wollte ich auch, positives Vorbild gefunden, check, der Satz der mich noch heute von ihr trägt: „Leben ist das mit der Freude und den Farben. …nicht, dass mit der Wut und dem Grau.“ 

Eine echte Powerfrau, voller Herzblut und Leidenschaft, für das was sie tut.

 

Irgendwann beschlich mich die Erkenntnis, sicher ist, dass nichts sicher ist.

In den Wochen und Monaten, die hinter mir liegen, stellte ich plötzlich alles infrage.
Komplett.
Alles an das ich bisher geglaubt hatte, gekannt habe, worauf ich gebaut hatte.
Was davon war überhaupt sicher?
Und wenn nichts sicher ist, was hat dann für mich eine Bedeutung, ist mir wirklich wichtig?
Welche Träume und Wünsche liegen in mir und warten vielleicht schon seit Jahren darauf, endlich Realität werden zu dürfen.
Die Antworten auf diese Fragen, ändern sich, so wie ich mich verändere, wir alle von Sekunde zu Sekunde.

Das einzig Beständige ist eben, die Veränderung im Leben.

Manchmal wollen wir festhalten, wünsche uns eine Garantie, eine Sicherheit, doch ehrlicherweise, gibt es sie nicht.
Im ersten Moment ein richtiger Schock für mich, dann aber auch eine neue Art von Freiheit.
Mein neues Forschungs-und Erkundungsgebiet ist kein neues Hobby oder eine Sprache, sondern ich bin es und das Leben.
Wer bin ich?
Was will ich mit meinem Leben anfangen?
Sind nur einige Fragen, auf die ich versuche im kommenden Jahr, auf meiner Reise Antworten zu finden.

Mittlerweile glaube ich, dass es die wohl wichtigste Reise ist, auf die man sich in seinem Leben begeben kann, die zu sich selbst.

 

Ein Tipp von Sabrina, der mit dem Styling Coach, ließ mich in den Wochen einfach nicht los.
Jemand der einen an die Hand nimmt, zusammen in den Kleiderschrank guckt, einem sagt was einem wirklich steht und einen strahlen lässt.
Achja, mit mir zu tun haben soll es auch noch.
Herausforderung lässt grüßen, sag ich da nur.
Nicht nur das die liebe Jasmin, mir Komplimente gemacht hat, die ich noch nie zuvor gehört habe, nein, auch diese ganzen Informationen in Bezug auf:
Schnitt, Mode, Kleidung usw. wollten und mussten erstmal verarbeitet werden.
Doch ich bin ihr sehr dankbar, weil ich mich nun wohler in meiner Haut fühle, weiß was mir steht und worauf es für mich ankommt.

Jasmin Leheta - Styling Coach

Mein Styling Coach, okay, sie ist nicht nur meiner, aber meine persönliche Beraterin in Sachen Stil Kleidung und vielem mehr. Unbezahlbar. © Jasmin Leheta

Die Tage mit Jasmin werde ich nie vergessen, da sie mir so viel über mich selbst verraten haben. Vor Augen führten, wer bin ich gerade oder vielmehr, wer ich mir erlaube zu sein und wer ich wirklich sein will und wie ich das auch zum Ausdruck bringen kann.

Einfach unbezahlbar.

Am Ende stehe ich nun jeden Tag auf und fühle mich für jede Gelegenheit gut angezogen.

Ein herrliches Gefühl.
Verstehe, dass ich nicht einem Trend hinterherrennen muss, der sich ständig ändert, sondern es geht darum, meinen Stil zu finden.
Ich zu sein.

Zusätzlich gab es noch einen Tipp, der mir wieder mal deutlich macht, nur wer fragt, kriegt Antworten.

In der Zwischenzeit traf ich nämlich die Entscheidung meinem Blog, nochmal komplett, zum einjährigen Geburtstag im September, ein makeover zu verpassen.
Hierzu brauchte ich Fotos und zwar welche mit und auf denen ich mich wohlfühle, die mich zeigen, so wie ich bin.

Es ging also theoretisch, nur um Fotos.

Ich hatte ja sowas von keine Ahnung.
Jedes Mal, wenn ich mir die Bilder heute anschaue, bin ich immer noch zutiefst berührt.
Keine Bilder nur für den Blog oder einfach so, nein weit gefehlt.
Das sind Fotos für die Ewigkeit geworden.

 

Florian Beier - Marek & Beier Fotografen

Florian Beier von Marek & Beier Fotografen. Der Mann der mir die beste Version von mir gezeigt hat. © Florian Beier

Beim Fotoshooting, eigentlich schon beim Vorgespräch durfte ich vom Flo (Florian Beier, Marek & Beier Fotografen) soviel für mich mitnehmen.
Ich konnte einiges über mich selbst lernen, erkennen und verstehen.
Völlig zum Ausdruck gebracht hab ich es dann mit seiner Unterstützung am Tag des Shootings.
Da ist dieses Gefühl in dir, wenn du nicht mehr darüber nachdenkst, was du als nächstes tust, sondern es einfach geschieht und du dich mit dir selbst im Einklang fühlst.

Die beste Version von dir selbst bist und all das zum Vorschein kommt, was schon solange in dir steckt.

Falls ihr Florian und auch Jakob mal kennenlernen wollt, bevor ihr ein Shooting bucht, könnt ihr dies bei einem ihrer kostenlosen Vorträge: Glück ist immer fotogen tun.

So nahm mein Weg seinen Anfang und ein Stein kam ins Rollen.

Morgen gibt´s mehr……

 

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