Der Fall 2017: Der Stein kam ins Rollen

Der Fall 2017 Der Stein kam ins Rollen

Inzwischen stand ich also wieder aufrecht.

Konnte erhobenen Hauptes durch die Welt gehen und in ihr bestehen.

Auch wenn ich noch nicht wirklich eine Ahnung hatte, wie es weitergehen sollte.

Da war dieses Feuer, diese Neugier in mir entfacht, mich, die Welt zu entdecken, zu ergründen, mit all dem was da noch auf mich wartet.

Manchmal ganz hinterrücks überfiel mich dann die Angst.

Wie ein alter Freund schaute sie vorbei, klopfte an meine Tür, dabei war sie überhaupt nicht eingeladen.

Ganz im Gegenteil.

Doch so ist sie nun Mal.

Eben auch ein treuer Begleiter und Wegbereiter.

Jedes Mal, wenn wir ihr begegnen erreichen wir unsere Komfortzone, verlassen all das Vertraute, das Gewohnte.

Die Entscheidung ob wir bleiben wo wir sind oder uns weiter trauen, darauf vertrauen ist und bleibt uns selbst überlassen.

So langsam traute ich mich auch heraus aus meinem geliebten Schneckenhaus.

Schaute am Anfang noch etwas schüchtern und zaghaft dort heraus.

Was da wohl alles ist?

Gleichzeitig dieser Drang in mir, jetzt aber.

Um mich zu sortieren half mir in dieser besonderen Zeit der Kalender „Ein guter Plan“, weiter.

Zuerst wollte ich einfach nur ein neues Kapitel anfangen, eine neue Zeit beginnen lassen, also ein neuer Kalender.

Es ist bloß nicht ein normaler 08/15 Kalender ganz im Gegenteil, aber seht am besten selbst.

Ich fing an dieses große Chaos von Eindrücken, Informationen zu sortieren, mich zu sortieren.

Als ich da so aus dem Leben gefallen bin, blieb letztlich nichts wo es vorher war.

Der Karteikasten, der sich Leben nennt, ist zu Boden gefallen und mit ihm eben auch alle darin enthaltenen Karten, Erinnerungen, Gefühle, Muster, Rituale, einfach alles.

Logisch und vernünftig klingt, Kasten hinstellen und Karten wieder rein.

Für mich ging das nicht.

War es keine Option.

Ich liebe leere Leinwände oder Seiten, sie bieten dir ihr volles Potenzial an, als würden sie dir entgegenrufen: „Alles ist möglich, mach einfach.“

Stimmt.

Einfach mal machen, statt ständig alles nur zu zerdenken.

Verdammt verlockender Gedanke, nur normalerweise gar nicht in meiner Komfortzone.

Aber was solls, dann probier ich es halt mal aus.

Mit den ersten positiven Erfahrungen, sei es mit meinen persönlicheren Veröffentlichungen auf Instagram und dem wundervollen Feedback der Community oder auch durch persönliche Rückmeldungen.

All das stützte mich, gab mir Halt.

Stoppte den Fall.

Langsam hörte ich auf überhaupt zu fallen.

Ja sicher, ab und zu kam mich Frau Liebe und Herr Kummer gemeinsam besuchen, nicht so die beste Idee von den beiden, doch ich habe es überlebt.

Mehr noch.

Diese Erfahrung stärkt mich auch.

Woher ich meine persönliche Inspiration genommen habe und sie noch heute nehme, das könnt ihr im Einzelnen auf der Startseite unter Inspirationsquellen sehen.

 

Doch über diese Quellen hinaus, finde ich auch viel Mut im Alltag, oft in der Natur.

Sie scheint nämlich keinen Stress, Hektik oder gar irgendeine Art von Bewertung oder Interpretation zu kennen.

 

Nein überhaupt nicht.

 

Die Natur ist einfach.

Lässt sich von nichts und niemandem beeindrucken oder gar unter Druck setzen.

Sollte ich mich daher wieder mal von allem überfordert oder im Hektik des Alltags verlieren, hilft es mir in den Himmel oder in die Natur zu schauen.

 

Manchmal auch in die Stille zu gehen.

 

Da ich weiß, dass das nicht immer so einfach ist, schenke ich euch hier 3 Minuten Stille to go, für unterwegs.

 

Was ihr dort in dem Video seht ist der Sonnenaufgang auf der Fraueninsel am Chiemsee.

 

All meine Inspirationsquellen, Unterstützer, Wegbegleiter und Bereiter setzen in mir etwas in Gang, brachten einen Stein ins Rollen.

 

Doch eins sei noch gesagt, wie mit Bestseller Ratgebern ist es auch mit diesen Menschen, Coachings oder anderen Tools, du selbst trägst die Verantwortung, was du daraus machst.

 

Diese Entscheidung kann dir niemand abnehmen.

 

Ich weiß wie das ist. In der akuten Phase meines Liebeskummers wollte ich unbedingt, diese eine, wenn vielleicht auch bittere Pille nehmen, schlucken, nur damit dieser Schmerz in meinem Herz endlich aufhört.

Wollte nicht mehr weinen, nicht mehr wütend, verletzt oder traurig sein.

In mancher Stunde wünschte ich mir nichts sehnlicher als einen Aus Knopf, einen der das alles zumindest für kurze Zeit beendet oder unterbricht.

Verlockend nicht?

Ja.

Ablenkung hilft, habe ich auch probiert.

Auf Dauer aber nicht.

Das musste ich erkennen.

Es gab da diesen Punkt, an dem ich mich entschied, statt mich gegen all das zu wehren, all den Schmerz, all die Trauer, zu akzeptieren, anzunehmen was ist.

Schön ist das nicht.

Andererseits kann nur so Heilung passieren.

Und die ist nötig, um weiterzugehen, damit irgendwann aus all dem Schmerz in deinem Herz, wieder ein lautes fröhliches Lachen ertönen kann.

Eines das dein Herz zum Klingen bringt.

Meine Erkenntnis aus dieser Zeit, die eine Medizin, die eine Pille gibt es weder gegen den Liebeskummer noch für irgendein Problem.

Aber es gibt die Möglichkeit, dass es besser wird, schöner wird.

Ich wieder lachen und glücklich sein kann, egal ob mit oder ohne Mann.

 

Für mich.

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