Dunedin und die Begegnung mit meinen Träumen

University of Otago

Eine Mischung aus Schottland und Studentenstadt erwartet mich hier, wurde mir vorher gesagt.
Wesentlich später als sonst, bin ich wie üblich am ersten Tag in einer neuen Stadt, auf meine Erkundungstour gestartet.
Dunedin vereint, viele alte traditionelle Gebäude, die direkt aus England oder eben Schottland kommen könnten, mit flacheren neueren Gebäuden.
Hochhäuser sucht man in ganz Neuseeland, außer ein paar vereinzelte in Auckland, übrigens vergeblich.Chamber of Dunedin
Erstmal erkundete ich die direkte Umgebung des Hostels, immer gut zu wissen, was so um einen herum alles ist.
Danach ging es runter zum berühmt berüchtigten Bahnhof der Stadt.
Der Anblick, diesen alten Gebäudes, ist schon was besonderes, generell beeindrucken mich die eher dunkel gehaltenen alten Gebäude immer wieder aufs Neue.Floor in the railway station in Dunedin
Manchmal stehe ich ganz andächtig vor Ihnen und frage mich: Was die wohl erzählen könnten, hätten sie eine Stimme? Bestimmt jede Menge. Wie aufregend.
Neben den architektonischen Highlights fiel mir wie so oft in Neuseeland die Streetart ins Auge.
Nirgendwo sonst auf der Welt, hab ich solch eine Vielfalt gesehen und dann auch noch in dieser Präzision.
Statt die Stadt voller Graffitis vorzufinden werden hier scheinbar lokale Künstler gebeten, passend zum Ort und den Gegebenheiten sich zu verwirklichen.
Die Thematik reicht von lustig, kreativ bis hin zu politisch ernsteren Themen, wie Krieg und Einwanderung.
Alles ist vertreten.

Früher wollte ich irgendwann mal auf so eine amerikanische Uni, eine von denen mit so vielen alten Backsteingebäuden. Natürlich inklusive dem großen Campus, wie ich ihn allzu oft in den ganzen amerikanischen Serien und Filmen gesehen hatte. All das ist mir komplett entfallen, bis ich heute davor beziehungsweise direkt mitten auf dem Campus stand. Der Campus der University of Otago entspricht, dem was ich mir vorgestellt habe. Für einen Moment kam es mir so vor, als würde der Traum von damals sich endlich hervortrauen und zumindest für diesen Augenblick Wirklichkeit sein.
Das ist vielleicht ein Gefühl.University of OtagoUniversity of Otago
Auf meinem Weg zurück in die Nähe des Hostels, beeindruckte mich der Zufall nochmal. Ich laufe diese Straße entlang schaue mich um, gucke hier und dahin.
Mit einem Mal bleibt mein Blick haften, kleben.
Moment.
Diese Person kenn ich doch.
Im ersten Moment wusste ich nicht mal mehr genau woher, nur das ich dieses Gesicht kenne.
Eine meiner Zimmergenossin aus Invercargill saß dort in diesem kleinen asiatischen Restaurant.
Unsere Blicke trafen sich, wenn auch im ersten Augenblick etwas ungläubig, dann doch umso erfreuter.
So saßen wir beide eine Weile dort und unterhielten uns, wie alte Freunde, die sich eine Menge zu erzählen haben.
Solche Momente, sind die wahren Schätze, es sind die Geschichten, die sich keiner so ausdenken kann, nein, die schreibt das Leben.
Nach über 6 Stunden spazieren gehen, entdecken, wundern und träumen, bin ich zurück im Hostel.
Was für ein erster Tag hier in Dunedin.
Ich freue mich schon auf morgen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.