Motivation, woher kommst du eigentlich ?

Flair of Dunedin

Ich bin heute von Julian auf Instagram zu meinen Gedanken zum Thema Motivation gefragt worden.
Motivation.
Auf meinem heutigen Spaziergang ist mir das Thema nicht mehr aus dem Kopf gegangen.
Was heißt das für mich überhaupt?
Wie definiere ich das?
Manchmal übernehmen wir Begriffe oder Redewendungen von kleinauf, nehmen sie als gegeben hin, ohne sie zu hinterfragen.
Also erstmal nachgeguckt, was Motivation laut allgemeingültiger Definition ist: die innere Haltung einer Sache gegenüber
Interessant.
Eine der ersten Sachen, die ich mich fragte, was motivierte mich als Kind überhaupt?
Kommt Motivation einfach irgendwann in dein Leben und ist dann da?
Ohne große Vorwarnung?
Hab ich da selbst noch ein Wörtchen mitzureden?
Also, die kindliche Motivation oder mehr der Antrieb ist auf jeden Fall zum Großteil die Neugier gewesen.
Irgendwann kam die Schule, der Ehrgeiz und andere Dinge hinzu.
Erst viel später lernte ich, Motivation ist nicht gleich Motivation.
Da gibt es grob gesagt, zwei verschieden Arten, die intrinsische (die aus mir heraus) und die extrinsische (also die von außen).
Dieses Konzept macht Sinn.
Wenn es interessanterweise gerade hier auf meiner Reise oder schon in dem Moment wo ich meinen Job aufgab und meine Wohnung, die von außen nicht mehr gab oder?
Also woher kommt meine Motivation denn dann?
Wer oder was lässt mich jeden Tag aufstehen, neue Dinge tun, überhaupt etwas machen, statt faul im Bett oder auf der Couch liegen zu bleiben.
Wobei es auch mal einen Tag gibt, an dem ich im Bett bleibe zumindest teilweise.
Doch an den ganzen anderen Tagen, stehe ich sogar recht häufig gut gelaunt auf.
Schon interessant.
Vor allem wie mir heute bewusst wurde, seit meiner Reise, also mindestens gut zwei Monaten, ist da niemand, der mir sagt was zu tun ist.
Keiner der mir Arbeit gibt.
Ehrlich, ich find auch so genug.
Hab ich immer schon.
Aber zurück zum Thema.
Kein Job, keine Wohnung, keine Verpflichtungen von außen.
Wieso tue ich, was ich tue?
Nehme mir die Zeit, sogar auf Julians Frage zu antworten, diese Zeilen zu schreiben?
Mich all dem zu stellen, dem ich mich hier stelle?
Noch lange vor der Reise, vielleicht in dem Moment, als ich mich entschlossen habe, den Blog neu zu starten und mich nochmal völlig neu zu betrachten, mir und dem Leben eine neue Chance zu geben.
Ab da hat sich auf jeden Fall etwas entscheidendes mit mir und in mir verändert.
So völlig aber erst seit ich losgeflogen bin, die Reise gestartet ist.
Noch nie zuvor fühlte ich mich so lebendig und frei, wie jetzt.
Die kindliche Neugier von damals, sowie das große Interesse an allem ist neu entfacht und erwacht.
In mir sind so viele Fragen, manchmal überfordert mich das auch, dennoch tue ich es, mache eine Pause, nur um dann wieder weiterzumachen.
Mit dem Wissen, dem Vertrauen und dem Glauben, dass es noch vieles zu entdecken, zu lernen gibt.
Selbst die Erkenntnis, dass alles irgendwann vergeht, wir selbst nur auf diese Welt gekommen sind um wieder von ihr zu gehen, könnte mich deprimieren, aber genau das Gegenteil ist der Fall.
Diese Tatsache motiviert mich umso stärker, jeden Moment zu genießen, anzuerkennen das ich endlich bin, macht alles umso wertvoller.
Fast jeden Tag lächle ich in mich hinein in dem Bewusstsein, ich bin am leben, was für ein Geschenk.
Am Ende ist es doch so, jeden Morgen an dem ich die Augen öffne, am leben bin, atme, gibt es etwas das an mich glaubt, in mich vertraut, auf mich baut, wieso sollte ich es dann nicht auch tun.
Darin liegt meine wahre Motivation begründet.

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