Gedicht: Wenn du erkennst, dass du immer nur rennst

Snnenuntergang in christchurch

Wenn du erkennst, dass du immer nur rennst

Immer weiter und weiter,
selbst ganz ohne irgendeine Leiter.
Kein Ort mehr dort,
du bist völlig ohne irgendeinen Hort.
Fühlst dich so völlig ohne Schutz,
läufst einfach immer mehr,
all dem bist du dir nicht mehr gewahr.
Kannst dem die eigentliche Gefahr gar nicht entnehmen.
Willst einfach nur noch gehen,
immer mehr,
immer weiter,
fort an einen anderen Ort,
auf der Suche nach einem neuen Hort.
Einem an dem du dich traust,
all die Mauern,
du bisher erbaut
wieder fallen zu lassen.
Wo du kannst kommen zur Ruh,
stehen lassen endlich deine Schuh.
Mal bleiben,
statt gehen.
Eine Pause einlegen,
ohne schon wieder dem nächsten Ziel entgegen.
Wenn du weitergehst,
mit dieser Hast,
ganz ohne jegliche Rast,
weißt du was du davon hast.
Lange kann es so nicht weitergehen,
du musst endlich zu hören und verstehen.
Auch wenn es weh tut
und du glaubst dir fehlt der Mut.
Am Ende ist es das,
was dir allein tut gut.
Worin du wiederfinden wirst,
neue Kraft und neuen Mut.
Du musst anfangen mit dem aufhören,
sonst wirst du dich noch selbst zerstören.
Fang wieder an auf dich zu hören.
Lass zu was da ist,
hör auf dich zu wehren,
damit tust du es dir nur unnötig erschweren.
Niemanden musst du es erklären.
Die ganze Zeit ist es da,
so nah,
Teil deines Lebens,
schon klar.
Wir sind die,
die wir sind,
aus dem was war
und werden die,
aus dem was ist.
Also sei wer du bist,
weil du niemand anderen kriegst.
Hör in dich hinein,
lass die Vergangenheit rein,
auch der Schmerz geht vorbei,
macht dich letztlich sogar frei.
Statt weiter wegzurennen,
nehme ich mir nun Zeit,
anzuerkennen was war,
weil es das ist was bleibt
und mich dann nicht mehr weiter treibt.