Gedicht: Orientierung

Himmelsleuchten

 Orientierung

Tigere verloren umher,
kenne meinen Weg nicht mehr.
Hab ich ihn schon wieder verloren?
Bin ich am Ende doch nicht auserkoren?
Woher kommen all die Zweifel?
Mir fehlt ein Stück,
ein Teil von mir,
ist jetzt bei dir.
Dafür schenkst du mir,
einen Teil von dir,
der ist für immer in mir.
Den geb ich nie mehr,
her.
Da hilft kein Bitten oder Betteln,
brauchst dich gar nicht verzetteln.
Für die goldene Spur in deinem Leben,
musst du es schon selbst erleben.
Anders kann es doch gar nicht gehen,
bist du erst dort an diesem magischen Ort,
wirst du es ganz sicher verstehen.
Ich bin auf der Durchreise,
meine ganz eigene Art und Weise.
Wieder Mal,
steh ich vor der Wahl.
Mach ichs mir gemütlich,
einige mich mit mir selbst gütlich.
Nein.
Im Moment fehlt mir die Orientierung.
Eine Lüge,
mit der ich mich oft selbst betrüge.
In Wahrheit bist du es mein alter Freund,
Angst und Zweifel.
Mir steckt gerade verdammt viel in den Knochen.
Vor einer Woche noch in jedem Tag das Abenteuer gerochen.
Heute,
überfordert,
erkältet,
schlaflos,
zweifelnd,
alles immer noch so ergreifend.
Jeder Moment brennt sich auf ewig ein,
in mein Herz,
es braucht wohl gerade all die Zeit,
so wird es bestimmt sein.
Ich dagegen will immer weiter,
voran, voraus,
bevor es irgendwann ist vielleicht aus.
Will dem Leben alles entnehmen,
nichts verpassen,
mir alles dafür stehlen.
Doch wo ist bei all dem Tun,
eine Pause zum Ruhn?
Nicht eingeplant,
nicht effektiv sagt der Verstand,
der Grund warum ich allzu oft
immer nur gerannt.
In diesem großen Rad,
das ein jeder kennt,
sich keiner dagegen stemmt.
Stattdessen laufen wir fleißig weiter,
immer weiter,
ohne einen Moment heiter,
schließlich müssen wir ja weiter.
Kein rechts, kein links,
kein unten, kein oben.
Niemand wird dich dafür je loben.
Also steig aus,
noch kannst du heraus.
Fang an,
dein Leben hängt daran.

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