Mein Camino / Mein Weg

Mein Start in Saint Jean Pied de Port vom Camino Frances

Ich bin wieder zurück.

Wieder da.

Und gleichzeitig bin ich es nicht.

„Nichts von dem was war, ist jetzt noch.“

Diese 37 Tage auf dem Jakobsweg hinterlassen ihren Spuren und ich rede da nicht, von denen an den Füßen. Nein, von denen fange ich erst gar nicht an, das nimmt sonst gar kein Ende mehr.

„Was ich meine, sind die Spuren in meinem Herzen und meiner Seele, die dort für immer eingebrannt worden sind. Da ist so viel, dass es für manches vielleicht nie Worte geben wird.“

Anfang Mai brach ich wieder auf, machte mich auf den Weg, meinen Weg nach Santiago.auf dem Jakobsweg

Ich glaubte, Santiago sei mein Ziel, dort anzukommen würde einfach alles ändern. In Wahrheit ist es nicht Santiago oder das Laufen des Caminos, das irgendetwas ändert.

„Wir sind es, die etwas ändern oder nicht.“

Vieles auf dem Weg steht sinnbildlich für das Alltägliche, dieses andere Leben, das wir zurücklassen, sobald wir uns auf den Camino einlassen. Jeden Tag aufstehen, losgehen, laufen, vertrauen, glauben daran, dass wir es schaffen und Schritt für Schritt immer näher kommen zu dem Ziel, Santiago. Mittlerweile weiß ich, wir alle haben unser eigenes Santiago, um das es geht.

„Viel wichtiger als das, ist die Erkenntnis, egal ob der Camino in einem Stück gelaufen wird oder in Etappen über Jahre hinweg, das allerwichtigste ist, das du losgehst, anfängst. Wie im Leben.“Cacabelos auf dem Camino

Nirgendwo sonst fand ich so viel Vertrauen und Glauben wie dort auf diesem Weg. Zugleich bin ich noch nie so sehr an und über meine Grenzen gekommen, als dort.

Ein Freund sagte mir: „Der Camino endet vielleicht in Santiago, aber in Wahrheit, fängt er da erst wirklich an.“

Er hat Recht.

„Santiago ist nicht das Ende, sondern der Anfang von so vielem.“

 

Zurück zu sein, fiel mir nicht leicht, selbst jetzt gibt es Momente, da fühlt sich vieles fremd an und doch vertraut. Anfangs war ich zeitweise sogar ein Stück verloren, in dieser Welt. Natürlich erkannte ich vieles und doch erkannte ich es nicht. Sah es mit anderen Augen, weil ich einfach nicht mehr dieselbe bin. Mir fehlten die anderen, die Muscheln und die Pfeile, die mir zu verstehen gaben, dass ich auf dem richtigen Weg bin sowie Vertrauen, Glauben und Hoffnung schenkten.

auf dem Jakobsweg

Heute schaue ich voller Vertrauen auf den Weg, der vor mir liegt.

 

Meine Auszeit ist nun hiermit vorbei.

 

Doch alles andere beginnt gerade erst.

 

Mich erwarten schon wieder jede Menge neue Herausforderungen und Projekte.

 

Auch hier auf dem Blog wird es bald neues geben, aber dazu in Kürze mehr.

 

Jetzt wünsche ich euch einen wunderbaren Wochenstart.

 

Alles Liebe

 

Jaqueline

Ankunft in Santiago

 

2 Kommentare

  1. Hauke Claus

    Moin Jacky. Du siehst richtig schön ausgeglichen aus, als ob Du irgendwie, irgendwo endlich angekommen bist, sehr schön, liebe Grüße GroßcousineHauke( hab immer noch (seit 2005 ) die gleiche Hd.Nr!!!

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